Erdbeeren++

Neben Schokolade sind Erdbeeren schon seit eh und je eine meiner Schwächen. Tatsächlich verbinde ich damit aber viele schöne Erinnerungen an meine Kindheit.

Und obwohl die Preise für das schmackhafte Obst nicht gerade niedrig sind, fällt es mir schwer am Supermarkt vorbei zu gehen ohne eine Schale mitzunehmen.


Erdbeeren

Ein Fixpunkt in den Sommerferien war früher für mich die jährliche Fahrt “zum Erdbeerfeld”.
Dort konnte man auf ausgedehnten Erdbeerstreifen selbst den einen oder anderen Eimer vollpflücken und dann die Kilomenge bezahlen.

Was man zwischendurch verspeiste, blieb natürlich unverrechnet und so erinnere ich mich bis heute an die Zeit, als ich mit Mutter, Großmutter und weiterer Verwandtschaft zum Erdbeerfeld fuhr und dort Vorräte “abbaute”.

Unvergesslich bleibt da die Erinnerung, als meine Tante meiner kleinen Kusine mehrfach erklärte:

Die Roten kommen in den Kübel.

Doch diese steckte die roten Beeren zielsicher in den Mund und streute die unreifen grünen Beeren in den Eimer.

Wald-Erdbeeren

Noch besser als gewöhnliche Erdbeeren sind Wald-Erdbeeren, doch diese Delikatesse findet man heute leider nicht im Supermarkt.

Die kleinen Beerchen haben das best mögliche Aroma, das man sich voerstellen kann und mit der Aufgabe “Walderdbeeren suchen” schaffte es meine Großmutter stets auch meine faulen Beine in Richtung Wald laufen zu lassen.

Da Wald-Erdbeeren sehr klein sind und nur an bestimmten Stellen zu finden waren, dauerte es lange, bis man eine kleine Schale von ihnen beisammen hatte.

Doch sie sofort zu Essen wäre eine Sünde gewesen, denn Großmutte wusste etwas besseres: Sie zuerdrückte die Beeren und rührte sie mit Sauerrahm und etwas Süßstoff zum schmackhaftesten Leckerbissen überhaupt.
Kein Jughurt, Shake, oder Eischreme weder im Handel und noch im Restaurant oder an der Bar konnte mir je wieder so eine Gaumenfreude bereiten, wie Großmutters Walderdbeeren-Rezept.

Ach ich vermisse diese Zeit … denn solche Gurmetstücke kennt man nur, wenn man am Land aufgewachsen ist. Zwar schätze ich die Warenvielfalt in den Wiener Läden, aber an Großmutters Walderdbeeren kommt einfach niemand heran.

Fazit

Und so kommt es, dass ich auch heute vor allem im Sommer an vielen Arbeitstagen die Erdbeerschale mit ins Büro nehme und dann Stück für Stück wegputze.

Es gilt der klassische Ablauf:

  1. Write a C++ line
  2. Eat a strawberry
  3. Goto 1

Es ist zwar ärgerlich, wenn man den Genuß auch an der “klebrigen” Tastatur erleben darf … aber für Erdbeeren muss man auch ein paar Opfer bringen.

Mahlzeit!

Strawberry++